Ziele/Codex

Die HellsTrucker verpflichten sich selbst zu ein paar wenigen Verhaltensregeln.
So legen die Mitglieder beispielsweise größten Wert auf ein vernünftiges Miteinander, also Kollegialität! Das ist ein alter Wert, der wiederbelebt werden muss, um uns selbst das Arbeiten im Job zu erleichtern.
Auch das Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit soll sich vom “Schmuddelkutscher” deutlich abheben.
Vor allem aber achten die HellsTrucker geltende Gesetze!
Lenkzeitüberschreitungen, Tachomanipulationen etc kommen in keinster Weise in Frage!
Die HellsTrucker wollen Vorbild sein für andere Kollegen, fair und rücksichtsvoll, auch anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber.
HellsTrucker behindern weder andere beim Überholen, noch überholen sie sinnlos mit weniger als 5 km/h Differenz. Sie nehmen beim Überholtwerden ihre Geschwindigkeit zurück, um sich selbst, dem Überholenden, und dem Rest der Verkehrsteilnehmer das Leben zu erleichtern. So schont man gegenseitig Nerven und Punktekonto, und die Autofahrer danken es einem auch.
HellsTrucker fahren nicht an einem Kollegen vorbei, der offensichtlich Probleme hat, gleich welcher Art.
HellsTrucker steigen aus und helfen, und machen NICHT lustige Fotos und/oder Bilder davon aus der warmen und trockenen Kabine heraus, um diese dann stolz der Welt zu präsentieren!
Wenn HellsTrucker gefragt werden, “bist Du was besseres als die anderen?”, sagen wir “JA!” und erklären warum.
Der Name HellsTrucker ist bewusst provokant gewählt, zielt aber NUR auf die Gemeinschaft ab!
HellsTrucker sind auch nur Menschen, und wollen als solche auch respektiert und wahrgenommen werden – wir sind keine Untermenschen und verhalten uns auch nicht so.
HellsTrucker sind keine Maulhelden, die alles grundsätzlich besser, länger, ausdauernder, oder was auch immer können als andere.

Der Totenkopf steht für das, was viele anderen Verkehrsteilnehmer meinen wahrzunehmen, nämlich einen egoistischen/hirntoten LKW-Fahrer, der durch seine reine Existenz bereits eine Gefährdung darstellt. Mit anderen Worten, der Totenkopf ist pure Provokation, denn LKW-Fahrer sind in den seltensten Fällen weit über Maß egoistisch und/oder gar hirntot!

Der Beruf des LKW-Fahrers erfordert zu jeder Zeit vollste Aufmerksamkeit, unabhängig davon, wie alt der Fahrer ist, wie viel Pause er hatte, oder wie lange er bereits wach ist. Bis zur letzten Minute muss er 100%ig funktionieren, Fehler werden keine geduldet, weil diese können nicht selten katastrophal enden.

Das öffentliche Bild des LKW-Fahrers ist realitätfern, und stellt lediglich eine Meinung dar, ohne sich über die wahren Begebenheiten bewusst zu sein.
Das Thema Verkehrserziehung hat in diesem Lande kläglich versagt, denn die Politik lässt es nicht nur zu, dass ein ganzer Berufszweig durch Medien, Automobilclubs, Ökoverbände, Pro-Schiene-Verfechter, FAHRSCHULEN und anderen Verkehrsteilnehmern unberechtigt kriminalisiert werden, nein, sie selbst treibt diesen Spalt auch noch voran, und für all das steht der Totenkopf, denn wenn das nicht bald ein Ende hat, wird es auf deutschen Straßen bald keine deutschen Fahrer von LKW mehr geben.

HellsTrucker, gibt es da auch einen Sinn?
Ja, den gibt es. Der erste Teil des Namens spielt auf den bekannten Motorradclub an. Man kann über diesen sagen was man will, vieles davon trifft sicherlich auch zu, aber eine Sache ist durchweg positiv zu werten, nämlich der teils familiäre Zusammenhalt untereinander!
Und NUR DARAUF spielt der Name an, der Zusammenhalt unter den Fahrern.

Die HellsTrucker gehen als Beispiel voran, wie man respektvoll miteinander umgeht, vernünftige Diskussionen führt, und füreinander einsteht.
LKW-Fahrer standen in den letzten Jahren unter so einem enormen Leistungsdruck, dass sie vor lauter Frust, Stress und stetig wachsenden Anforderungen bei gleichzeitig sinkenden Löhnen das Gespür dafür verloren haben, wie sie die Öffentlichkeit warnimmt.
HellsTrucker sind immer freundlich, respektvoll allen anderen gegenüber, und arbeiten gegen das Bild des verwahrlosten rüpelnden Penners hinterm Lenkrad, um so selbst aktiv das Öffentlichkeitsbild in eine positive Richtung zu lenken, ohne auf irgendeine Iniatitve zu hoffen, die das übernehmen soll. Diese Iniatitiven haben bisher alle eines gemein – jeder LKW-Fahrer kennt sie, aber in der Öffentlichkeit verpuffen sie mangels Interesse.

Wenn ein HellsTrucker von anderen angepöbelt wird, pöbelt er NICHT zurück, sondern versucht das Missverständnis mit ruhiger und sachlicher Erklärung aus der Welt zu schaffen – nur so können wir Stück für Stück unser Bild wieder aufpolieren.

Jeder, der bei der Bundeswehr (alternativ Volksarmee) war, kennt noch so wichtige Werte wie Kameradschaft und Zusammenhalt, das familiäre Handeln und Denken, und wenn ich ganz ehrlich bin, das hat mir damals unheimlich gefallen.

Dazu gehört aber auch sowas wie Disziplin und Selbstkontrolle, Anstand und Respekt, und ich weiss nur zu gut, dass es immer mal Tage gibt, an welchen man grundsätzlich alles in Frage stellt, weil wirklich alles und jeder (gefühlt) gegen einen ist. Dementsprechend sucht man nach einem Ventil für seinen Frust, der sich gerade bei Berufskraftfahrern nahezu immer aufbaut, zwangsweise.

Diesen allgemeinen Frust, der meist in erster Linie direkt mit dem Job zusammenhängt, lässt man dann meist bei denen ab, die entweder im gleichen Boot sitzen, oder alternativ gerade zur Hand sind, also Kunden, Autofahrer, Fussgänger, egal an wem, Hauptsache man fühlt sich selbst danach besser, und gerade wir LKW-Fahrer können das echt verdammt gut, das Anmaulen anderer Personen; das ist dem Job geschuldet, in welchem man selbst kaum noch Respekt, Akzeptanz oder zumindest Zuspruch erntet.

Aber genau das ist auch der Punkt, an welchem wir uns selbst immer häufiger ein Bein stellen, denn dieses “Gemaule” nimmt die Öffentlichkeit, der Kunde und die Familie sehr wohl wahr. Die Familie mag da durch die Nähe zu dem Beruf vielleicht noch begreifen, dass der Beruf des Berufskraftfahrers alles andere als easy und stressfrei ist, aber Aussenstehende haben dafür kein Verständnis, nur zu selten weiss diese, unter welchen Umständen heute ein Berufskraftfahrer seine paar Taler verdient, und bei dem Verhalten der meisten Kollegen verwundert es auch nicht, dass unser Ansehen immer weiter sinkt.

Wir alle wollen mehr Respekt in der Öffentlichkeit, mehr Akzeptanz für unsere Tätigkeit, und vor allem die eine oder andere Last von unseren Schultern genommen bekommen, aber das setzt auch voraus, dass wir uns nicht wie die Axt im Walde verhalten, weder den Kunden und Autofahrern gegenüber, noch unter uns!
Wir haben alle das gleiche Ziel und die gleiche Bürde – warum also spielen wir uns untereinander auch noch auf wie Gockel im Hahnenkampf?

Die guten Zeiten sind vorbei, und niemand will mehr hören, wie toll es doch früher war, denn das hilft heute niemanden in seiner Lage weiter.

Ich habe die Gruppe HellsTrucker gegründet, weil ich die Nase von diesen ständigen Einzelkämpfen auf verlorenem Posten gestrichen voll habe.
Die HellsTrucker zeichnen SICH SELBST dadurch aus, dass man sich gegenseitig respektiert, vernünftig wie erwachsene Menschen miteinander umgeht, und vor allem dadurch einen Zusammenhalt schafft, der unter den LKW-Fahrern echt selten geworden ist.

Die HellsTrucker stehen füreinander ein, man hilft sich gegenseitig, ja man identifiziert sich mit der Gruppe und dem Zusammenhalt.

Niemand sagt dass es leicht ist, sich und seine Ansichten/Gewohnheiten zu ändern, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen, aber es ist auch nicht unmöglich, mal etwas an sich zu arbeiten. Wir alle wollen positive Veränderungen sehen, und warum soll sich alles um uns herum ändern, und wir bestehen darauf, weiterhin unverändert weitermachen zu wollen? ;)

Liebe Kollegen. Wir die HellsTrucker leben es derzeit vor, es funktioniert bestens, und es tut auch garnicht weh!
Jeder bringt sich ein, sagt was er sagen will, und das auf einem Niveau wo es auch Spaß macht, sich mit anderen zu unterhalten!

Jeder kann ein HellsTrucker sein wenn er denn will, dazu bedarf es keiner Mitgliedschaft in einem sich selbst über alles lobenden Verein, eines Beitrages, oder eines Produkts – lediglich die Einsicht, dass es so wie bisher nicht weitergeht, und etwas Selbstdisziplin und Achtung anderen gegenüber hat noch niemandem geschadet.

Werde ein HellsTrucker, ändere zuerst Dich bevor Du andere in die Pflicht nimmst, damit wir dann gemeinsam unser aller Ziel erreichen können!