“Hells Truckers”, was soll das?

Der Totenkopf steht für das, was viele anderen Verkehrsteilnehmer meinen wahrzunehmen, nämlich einen egoistischen/hirntoten LKW-Fahrer, der durch seine reine Existenz bereits eine Gefährdung darstellt. Mit anderen Worten, der Totenkopf ist pure Provokation, denn LKW-Fahrer sind in den seltensten Fällen weit über Maß egoistisch und/oder gar hirntot! 

Der Beruf des LKW-Fahrers erfordert zu jeder Zeit vollste Aufmerksamkeit, unabhängig davon, wie alt der Fahrer ist, wie viel Pause er hatte, oder wie lange er bereits wach ist. Bis zur letzten Minute muss er 100%ig funktionieren, Fehler werden keine geduldet, weil diese können nicht selten katastrophal enden.

Das öffentliche Bild des LKW-Fahrers ist realitätfern, und stellt lediglich eine Meinung dar, ohne sich über die wahren Begebenheiten bewusst zu sein.
Das Thema Verkehrserziehung hat in diesem Lande kläglich versagt, denn die Politik lässt es nicht nur zu, dass ein ganzer Berufszweig durch Medien, Automobilclubs, Ökoverbände, Pro-Schiene-Verfechter, FAHRSCHULEN und anderen Verkehrsteilnehmern unberechtigt kriminalisiert werden, nein, sie selbst treibt diesen Spalt auch noch voran, und für all das steht der Totenkopf, denn wenn das nicht bald ein Ende hat, wird es auf deutschen Straßen bald keine deutschen Fahrer von LKW mehr geben.

Hells Truckers, gibt es da auch einen Sinn?
Ja, den gibt es. Der erste Teil des Namens spielt auf den bekannten Motorradclub an. Man kann über diesen sagen was man will, vieles davon trifft sicherlich auch zu, aber eine Sache ist durchweg positiv zu werten, nämlich der teils familiäre Zusammenhalt untereinander!
Und NUR DARAUF spielt der Name an, der Zusammenhalt unter den Fahrern.

Die Hells Truckers gehen als Beispiel voran, wie man respektvoll miteinander umgeht, vernünftige Diskussionen führt, und füreinander einsteht.
LKW-Fahrer standen in den letzten Jahren unter so einem enormen Leistungsdruck, dass sie vor lauter Frust, Stress und stetig wachsenden Anforderungen bei gleichzeitig sinkenden Löhnen das Gespür dafür verloren haben, wie sie die Öffentlichkeit warnimmt.
Hells Truckers sind immer freundlich, respektvoll allen anderen gegenüber, und arbeiten gegen das Bild des verwahrlosten rüpelnden Penners hinterm Lenkrad, um so selbst aktiv das Öffentlichkeitsbild in eine positive Richtung zu lenken, ohne auf irgendeine Iniatitve zu hoffen, die das übernehmen soll. Diese Iniatitiven haben bisher alle eines gemein – jeder LKW-Fahrer kennt sie, aber in der Öffentlichkeit verpuffen sie mangels Interesse.

Wenn ein Hells Truckers von anderen angepöbelt wird, pöbelt er NICHT zurück, sondern versucht das Missverständnis mit ruhiger und sachlicher Erklärung aus der Welt zu schaffen – nur so können wir Stück für Stück unser Bild wieder aufpolieren.

Hells Truckers sind weder kriminell veranlagt, noch wollen sie in irgendeiner Form der Gewalt auftreten – Hells Truckers sind es lediglich leid als Prellbock der Nation herhalten zu müssen, weil sich die Öffentlichkeit lieber darauf einschiesst, LKW und deren Fahrer als Feindbild der PKW aufrecht zu erhalten. Ein Hells Trucker agiert mit Vernunft, fährt nach Möglichkeit unter Einhaltung aller geltenden Gesetze, und versucht im übrigen genauso seine Familie daheim zu ernähren wie jeder andere auch.

Die Hells Truckers unterstützen die derzeitigen deutschlandweiten Demonstrationen der Actie in de Transport und nehmen selbst daran teil. Unterstützung wurde am 25. März 2014 offiziell widerrufen – die Hells Truckers distanzieren sich von jeglicher Aktion der Actie in de Transport (A.i.d.T.) und weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keinerlei Aktionen unterstützen, die unserem Ruf noch weiter nachhaltig schaden!

Bei Fragen zu den Hells Truckers bitte das Kontaktformular benutzen.

MfG
Sven Kempe alias “el Cheffe”
Hells Truckers – one for all, all for one!

 

Diskutiere diesen Beitrag im Forum

13 Gedanken zu ““Hells Truckers”, was soll das?

  1. Ja dieses Dossier spricht mir aus der Seele! Ich bin stolz darauf, ein Hells Trucker zu sein! Denn nur mit dem nötigen Niveau schaffen wir es, unser Image nach aussen hin zu verbessern
    Gruss “Dieseljunkie” David

  2. hallo sven ,tolle sache find es echt klasse die ganze truppe hier und wir werden noch viele mehr :) allseitz gute fahrt …………….

  3. Hallo Sven echt ne cool Sache finde ich echt klasse endlich passiert jetzt mal was für uns Kraftfahrer allseitz gute fahrt……….

  4. Ich bin so froh das jetzt mal was passiert !!! Einer für alle alle für einen !!!!! So soll es sein ;-) ich hoffe das die gruppe noch wachsen wird !!! Ein großes danke an dich Sven habe weitere launen ;-)

    • Dieses “das jetzt mal was passiert” liegt einzig und allein an/bei uns. ;)
      Wir haben uns unseren Ruf versaut, und WIR müssen ihn nun auch polieren. ;)
      Nichts zu danken – ich habe nur meine Idee veröffentlicht – IHR seid es, die daraus was großes macht! Also muss ich danken. ;)

  5. Finde diese Gruppe super vielleicht bewegen wir jetzt was und sehen zu das wir die Vorurteile gegen uns aus dem Weg geräumt bekommen !

    Wünsche allen HT allzeit gute Fahrt und Schrott und Knitterfreien Flug Gruß Denis

  6. eine sehr feine Seite und ein dringendes Anliegen, was hier bearbeitet wird.
    Der Macher hat Recht! Lasst uns unser Ansehen in der Öffentlichkeit polieren.

    Eine knitterfreie Zeit und viele Nerven.

    Oliver

  7. Ich schließe mich den Kommentaren vollumfänglich an, Es wird endlich Zeit das sich etwas bewegt und wir sollten den Anfang bei uns machen.
    in diesem Sinne, Gute Fahrt und bleibt Gesund!

  8. Alle anderen Initiativen sind in meinen Augen nur bedingt in der Lage das zu ändern, worum es hier geht.
    Statt irgendwelcher Augenwäscherei und Phrasen zu verbreiten, die irgendwelche Funktionäre in die Welt tragen sind wir als Mitglieder immer durch unser auftreten das Aushängeschild, und im besten Fall, ein wenn auch kleiner Lichtblick.
    Vielleicht kommen dadurch auch andere auf den “richtigen” Weg.

  9. Tolle Seite finde es auch gut das man sich mit anderen Truppen zusammen tut und austauscht nur so können wir was bewegen Gemeinsam mit Respekt,Verstand und Sachlichkeit! Ich kann dieses Genörgel nicht mehr hören Früher war alles besser aber das ist vorbei! Diese Resignation nervt einfach nur! Jeder Weg beginnt mit einem Schritt!

  10. Hallo Zusammen,
    ich bin zunächst sehr erschrocken über den Totenkopf usw. und habe mich dann aber mit Euren Zielen und auch Eurer Darstellung beschäftigt und muss sage, SUPER. Da stehe ich voll dahinte und möchte Euch kurz unser Netzwerk vorstellen.

    Die Trucker-Church ist ein überkonfessionelles Missionswerk für LKW-Fahrer, Transportunternehmer, Spediteure und Zulieferer. Sie versteht sich als ein Netzwerk von Gemeinden, Kirchen, Einzelpersonen, Gruppen und Vereinen, die alle vereint ohne Konfessionsgrenzen durch die Liebe Jesus Christus den LKW-Fahrer auf dem Herzen haben. Bei all unseren Mitarbeiter und Freunde geht es darum, Euch, den LKW-Fahrern einmal ein Dankeschön zu sagen für die Arbeit, die ihr für die Allgemeinheit tut und euch auch das Evangelium näher zu bringen. Denn ihr sollt wissen, ihr seid angenommen so wie ihr seid. Wir haben Zeit für euch um zuzuhören was euch bewegt und vor allem sollt ihr wissen, dass ihr wertvoll, wichtig und von Gott geliebt seid. Ihr seid es wert, vollwertig behandelt zu werden. Ihr habt ein Recht darauf, geliebt zu werden und das Evangelium zu hören. So schenken wir euch u.a. die Trucker-Bibel, das Wort Gottes. Sie soll euch den Weg zu Jesus Christus, den Sohn des lebendigen Gottes zeigen.

    Gern möchte ich Euch im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen und grüße Euc ganz herzlich
    Euer Ekkehart Fischer
    Pastor der Trucker Church

  11. Sorry man. Alle sind sich einig das mal was passieren muß. Doch ist es nicht so, das man sich mit Kollege anspricht, aber auf der Bahn den Einzelkämpfer und Egomanen raushängen lässt? Zu den WENIGEN, die nach den oben genannten Grundsätzen leben, werde ich weiterhin als Kollege stehen. Hier möchte ich mal die Fahrer aus dem Ostblock als Beispiel anführen. (Ja ich weiss, diese nehmen und die Arbeit weg. Aber der Mensch geht dahin wo er Arbeit findet und seine Familie ernähren kann. Und wer hat die Arbeit? Dein Spediteur.)
    Ist es nicht so, das deren Kollegialität bei uns vor 30 Jahren zu erleben war? Da sieht man noch, wenn ein Koll. hilfe braucht. Da steht man zusammen und redet miteinander. Und, selbst wenn wir sie ausbremsen, verhungern lassen, beschimpfen und sie wissen das wir sie hassen, wenn ich hilfe brauche, hat bis jetzt noch keiner der Ostblocker sich verweigert.

    Mfg Mark-o

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Current day month ye@r *